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Im Trainingsbergwerk Recklinghausen |
Glück Auf Kameraden
Über den Besuch der AG Geschichte im Trainingsbergwerk Recklinghausen berichtet Maximilian Inden aus der 7a:
Die Geschichts AG machte sich bei ihrer siebten Exkursion zum Trainingsbergwerk in Recklinghausen auf. Dort erwartete uns mit tiefer lauter Stimme Olaf, ein ehemaliger Bergmann, der 34 Jahre unter Tage gearbeitet hatte. Zunächst wurden wir mit einem Grubenhelm und einem weißen Fahrmantel ausgestattet wie sie auch früher die Bergleute trugen, bevor es in einen original ausgebauten Bergbaustollen über Tage ging, in dem früher die Lehrlinge ausgebildet wurden.
Am Anfang der Führung erklärte uns Olaf zunächst, warum die heilige Barbara die Schutzgöttin der Bergarbeiter war. Die Bergarbeiter verehrten sie, weil sie wegen ihres Glaubens verfolgt wurde und Schutz in einem Berg gefunden hatte. Die Bergleute beten zu ihr, dass sie sicher wieder ans Tageslicht kommen. Dann erklärte Olaf uns, wie man früher in die Stollen kam. Mit dem Lastenaufzug wurde man in eine Tiefe von ca. 1200 m gebracht. Von dort ist man dann zu seinem Arbeitsplatz gegangen. Es gab drei Möglichkeiten dort hinzugelangen. Eine Möglichkeit war, dass man von einer Akkubahn, in der zehn Bergleute sich auf engstem Raum hineinzwängen mussten, gefahren wurde, die auf Schienen fuhr oder an der Decke hing. Andererseits konnten manche Bergarbeiter auch zu ihren Arbeitsplätzen laufen. Zuletzt gab es für sehr enge Stollen Laufbänder, die Bergleute liegend benutzten, um zu ihren Arbeitsplätzen zu gelangen.
Was es hieß im Bergbau arbeiten zu müssen, wurde uns schnell klar, als Olaf die Maschinen anstellte, die in ohrenbetäubender Laustärke die Kohle abbauten und von den Bergleuten 8-10 Stunden in einer Schicht bedient wurden. Außerdem führte er uns durch enge Stollenseitengänge, in denen früher sogar kriechend bzw. auf Knien gearbeitet wurde. Auch Grubenfahrräder wurden in den Stollengängen als Tandem eingesetzt, was einige auch ausprobieren durften und dabei feststellen mussten, wie schnell die Räder bei leichter Abfahrt wurden.
Laut Olaf war das Beste an dem Job als Bergmann das Essen nach dem Dienst. Das Kantinenmädchen legte schon um 4 Uhr morgens Würstchen in kochendes Wasser. Um 13 Uhr waren die Würstchen richtig fett und mit Wasser vollgesaugt. Wenn man dann in das Würstchen reinbiss, spritzte das Wasser über den ganzen Tisch. Die Bergarbeiter nannten deshalb die Wurst „das Wasserschwein“. Dazu gab es dann eine kalte Cola. Eine weitere Gewohnheit der Bergleute war die Einnahme von Schnupftabak, die die Nase freimacht, aber auch Nikotin enthält und somit süchtig machte. Das Zigarettenrauchen war allerdings nicht erlaubt, da Feuer in den Stollen strengstens verboten war, weil in manchen Bereichen leicht entzündliche Gase vorhanden waren.
In der zweistündigen Führung haben wir dank Olafs interessanten Geschichten viel über die Arbeitsbedingungen, Werkzeuge und Maschinen unter Tage erfahren. Und es war richtig prima einen echten Bergmann kennenlernen zu können.
„Glück Auf“, Maximilian Inden 7a
Zuletzt geändert am: 21.03.2025 um 20:37
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